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Week in Commerce – KW 43

26. Oktober 2012

Das Aus für einige Mitarbeiter, der Start für ein neues Magazin – Dawanda

Nach dem amerikanischen Vorbild Etsy modelliert, hat das deutsche eCommerce Portal für Selbstgemachtes, DaWanda, in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Vergangene Woche wurde bekannt, dass das Berliner Unternehmen 11 seiner insgesamt 155 Mitarbeiter entlassen hat. Grund sei das “performance-basierte Fokussieren innerhalb von DaWandas Kernbereichen” erklärte Geschäfstführerin Claudia Helming gegenüber Gründerszene.de. Dadurch wolle man noch effiizienter wachsen –  und ist damit wohl auf dem besten Weg: Letzten Monat starteten DaWanda Shops in Polen, Italien und Spanien. Und – mit Etsy auf den Fersen, das seit 2011 auf den deutschen Markt drängt – hat DaWanda jetzt einen neuen Coup zur Popularitätssteigerung gelandet: Ein eigenes Kundenmagazin für die vor allem weibliche trendbewusste und kreative Klientel, die ihren Spaß am Online-Shopping hat. Das DaWanda “Love Mag” soll halbjährlich erscheinen und neben Produkten auch Portraits über deren Designer sowie DIY-Anleitungen enthalten. Das “Love Mag” gibt’s ganz bastelmäßig aus Papier und – als App für’s iPad.

30 Euro Werbebudget für umme – Facebook lockt kleine Unternehmen

Dass Facebook seit dem Börsengang sehr in Zugzwang ist, Geld mit seiner eine Milliarde aktiven User zu machen, merkt man spätestens seit der Einführung der promoted Posts. Während die meisten privaten Nutzer genervt sind, können sich Unternehmen umso mehr über die Möglichkeiten der zielgruppenorientierten Werbung freuen – und jetzt vor allem kleine! Die will Facebook mit dem Small Business Boost Programm jetzt vermehrt locken: Wie die Internet World berichtet gibt sich der Konzern großzügig und verschenkt zum Start einmalig ein Werbebudget in Höhe von 30 Euro. Mitmachen kann jedes deutsche Unternehmen, das schon eine Facebook-Seite mit mindestens 50 Fans hat.  Anmelden kann man sich noch bis Ende Oktober über eine extra Facebook-App. Wer danach bis Ende des Jahres 100 neue Fans gesammelt hat, kann sich nochmal über einen weiteren 70 Euro-Gutschein freuen.

Für 50 Millonen Dollar: Yelp schluckt Qype

Schöner als das Magazin Venture Beat kann man es nicht sagen: “Yelp’s product focus may be local, but its business focus is undeniably global.” Das amerikanische Portal, dass seine User Restaurants, Cafés, Geschäfte u.ä. bewerten lässt, hat deshalb seinen europäischen Rivalen Qype geschluckt. 50 Millionen Dollar war dem börsennotierten Empfehlungssportal der Deal wert, schreibt Tech Crunch. Während Yelp mit 78 Millionen Besuchern in den USA Marktführer ist, konnte sich das 2006 gegründete Hamburger Start-up Qype in Europa gut behaupten. Mit der Fusion dürften die Portale nach Angaben vom Yelp-Unternehmensblog auf 100 Millionen Unique User im Monat kommen.

Douglas steht zur Übernahme

2012 war das Jahr der großen Namen – und es ist noch nicht vorbei: Nach der Insolvenz von Schlecker und Neckermann steht jetzt Douglas in den Schlagzeilen. Die gesamte Douglas-Gruppe zu denen die Marken Douglas, Christ, AppelrathCüpper, Hussel und der schon länger angeschlagene Buchhändler Thalia zählen, steht zum Verkauf. Ein öffentliches Übernahmeangebot hat derweil der US-Investor Advent International zusammen mit der Gründerfamilie Kreke vorgelegt. In einer Pressemitteilung heißt es: “Wichtigstes Ziel ist es, das Wachstum der Parfüm- und Schmucksparte gemeinsam mit dem Management beschleunigt voranzutreiben. Im Vordergrund stehen dabei eine größere Marktpräsenz im In- und Ausland sowie die rasche innovative Integration der kanalübergreifenden Vertriebskonzepte.” Das Buchgeschäft soll neu ausgerichtet werden und die Geschäftsbereiche Textil und Süßwaren “ertragsorientiert fortgesetzt werden”. Dabei läuft die Holding unter dem Namen Beauty Holding Three AG. “Da ahnt man schon, was wohl aus Thalia wird,” kommentiert Jochen Krisch auf Exciting Commerce.

Mode-Offensive mit Asos-Übernahme? – Amazon

Derzeit machen Gerüchte die Runde, dass Amazon sich den hippen und unglaublich erfolgreichen britischen Modeversender Asos einverleiben will. Laut dem Telegraph hat Amazon dieses Jahr schon einen Blick in Asos’ Bücher werfen dürfen und wie das Magazin etailment richtig feststellt, würde die Übernahme ideal in Amazons Mode-Offensive passen. Und Asos wäre extrem Attraktiv für eine Übername: Das britische eCommerce-Unternehmen hat seine Umsätze dieses Jahr um fast 50% auf 495 Mio. Pfund gesteigert und liefert versandkostenfrei in die ganze Welt. Der Börsenwert liegt laut Exciting Commerce derzeit bei rund 2 Mrd. Pfund.

American Express setzt auf iZettle

Der Kampf um den Mobile Payment Markt geht weiter! American Express hat jetzt in den schwedischen Square-Konkurrenten iZettle investiert. Zahlen wurden nicht genannt. Das Interessante ist laut dem Newsletter Mobilbranche.de dabei: Der Kreditkarten-Rivale MasterCard gehört auch schon zu den Investoren. “Das zeige, wie ernst die Kreditkartenkonzerne die schwedische Payment-Lösung nehmen.

Das Verfahren, bei dem man Smartphones und Tablets in mobile Kreditkartenterminals umwandeln kann, hat das US-Startup Square populär gemacht. In Europa ist Square derzeit nicht verfügbar, dafür aber seit neuestem in Kanada. Der erste Schritt in den globalen Markt? Vielleicht sollte sich Square beeilen, denn nicht nur iZettle arbeitet an einer Mobile Payment-Lösung – in Deutschland tut dies das Samwer-Startup Payleven und dessen Rivale Sumup.

One Comment

  1. [...] Nach den Gerüchten, dass Amazon den britischen Modeversender Asos übernehmen will, geht die Modeoffensive von Amazon offenbar weiter. Wie die britische Online-Ausgabe der Vogue schreibt, hat der Versandhandelsriese ein 40.000 Quadratmeter Studio in New York erworben. Es soll als Fotostudio dienen und ausschließlich für den Modehandel von Amazon genutzt werden, um eine konsistente Ästhtetik in diesen Handelsbereich von Amazon zu bringen. Der Versandhändler will mit dem neuen Studio ein klares Zeichen setzen: “Wir wollen, dass die Leute mitkriegen, dass es uns gibt und dass wir großartige Marken führen und unglaublich viel Erfahrung haben,” wird Cathy Beaudoin, Amazon-Modechefin, zitiert. [...]